Freitag, 31. Juli 2015

Der Weierwise Sorge tragen - Unterstützung ist gefragt!


Normalerweise mache ich nicht mehrere Beiträge für ein Thema - dieses ist mir aber ein besonderes Anliegen: 
Die Stadt Wil wächst und die wenigen verbliebenen Freiräume im Zentrum gewinnen zunehmend an Bedeutung. Deren Potenzial als Erholungsgebiete und Naturrefugien ist optimal zu nutzen – dies gilt speziell für die Obere Weierwise. Nach jahrelangen Diskussionen formierte sich 2008 die IG Weierwisen und ihre Arbeit hat Früchte getragen: Mit der Erheblicherklärung der Motion «Stadtpark Obere Weierwise» (Fraktion Grüne prowil) hat das Parlament den Startschuss für den Planungsprozess erteilt. Ein gelungenes Stadtparkprojekt wird die Lebensqualität in unserer Stadt enorm aufwerten. 
Bis vor Kurzem war jedoch zu befürchten, dass die Landschaftsqualität im Gebiet Weierwisen optisch stark beeinträchtigt wird. Der Stadtrat genehmigte 2011 den Gestaltungsplan für eine Überbauung an der Konstanzerstrasse. Vier wuchtige, bis zu 35 Meter lange Betonbaukörper sollten in der Ortsbildschutzzone errichtet werden, was eine Welle der Entrüstung auslöste. Eine parlamentarische Erklärung der Grünen Prowil forderte den Stadtrat auf, den Entscheid zu korrigieren. Sie wurde ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung überwiesen. Kurz darauf wurde ein von Anwohnern erhobener Rekurs vom kantonalen Baudepartement gutgeheissen. Gestützt auf zwei unabhängige Expertisen hat der Stadtrat seinen Entscheid nun revidiert und damit doch noch Weitsicht bewiesen. Zwar ist das Gestaltungsplanverfahren eine rechtliche Angelegenheit. Der gemeinsame politische Druck aus Bevölkerung und Parlament dürfte jedoch durchaus dazu beigetragen haben, diesen Schildbürgerstreich zu vereiteln. Zu danken ist insbesondere den Rekurrenten, die sich nicht nur eigennützig, sondern im Interesse einer rücksichtsvollen und qualitätsorientierten Stadtentwicklung erfolgreich gegen das Bauprojekt gewehrt haben. 
Leider weigert sich der Stadtrat, auch nach mehrmaliger Aufforderung aus den Reihen des Parlaments, die EinsprecherInnen wenigstens teilweise zu entschädigen. So bleiben Kosten von über 50'000 CHF an engagierten Bürgerinnen und Bürgern hängen. Diese haben deshalb einen Spendenaufruf gestartet, dem ich sehr gerne mit einer kleinen Spende gefolgt bin.
Weitere Informationen und das Spendenkonto sind unter http://www.weierwise.ch zu finden.

Keine Kommentare: