Freitag, 7. November 2014

JA zur Schulsozialarbeit am 30. November

Am 30.11. stimmt die Wiler Bevölkerung über das Thema Schulsozialarbeit ab. Ich empfehle ein JA. Eine gute, konstruktive und wirkungsvolle Sozialarbeit vor Ort mit direktem Bezug zu den SchülerInnen ist besser, als massiv kostenintensivere Sondermassnahmen und Heimaufenthalte bezahlen zu müssen - insbesondere auch für die betroffenen Kinder. 


Weitere Argumente:

Heute weht ein anderer Wind

  • Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten staflyerrk verändert. Die Schulstrukturen anzupassen ist deshalb sinnvoll.
  • Kinder und Jugendliche sind heutzutage mit Internet, Handy, endlosen Fernsehsendungen, verschiedensten Spielkonsolen, Shopping und Auswahl ohne Ende konfrontiert. Deshalb brauchen sie Anleitung und Begleitung!
  • Wir leben mit Menschen aus aller Welt zusammen. Einige kommen aus Gebieten, wo sie mit Krieg und/oder Gewalt konfrontiert wurden. Das führt oft zu persönlichen Krisen, kann aber auch Konflikte schaffen. Schulsozialarbeit unterstützt auf verschiedenen Ebenen.

Lernwirksamkeit erhöhen

  • In Krisensituationen oder wenn Konflikte schwelen – in der Klasse oder unter Schülern – fällt die Konzentration extrem schwer. Das Kümmern in solchen Spezialsituationen nimmt viel Zeit in Anspruch, welche die Lehrpersonen am Berufsauftrag hindern.
  • Die Schulsozialarbeit unterstützt Lehrpersonen, in dem sie ihnen bei Fragestellungen rund um Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen Arbeit abnimmt. So wird der Schulunterricht für alle produktiver, insbesondere die Lernwilligen profitieren.

Schulsozialarbeit lohnt sich

  • Durch die Früherkennung von Problemen können diese mit Unterstützung der Schulsozialarbeit einfacher und effektiver gelöst werden. Das ist kostengünstiger!
  • Schulsozialarbeit kostet viel weniger als die Betreuung renitenter Jugendlicher, welche in langwierigen Versuchen wieder in die Gesellschaft und Berufswelt integriert werden.
  • Einweisungen in sozial- oder sonderpädagogische Angebote sind sehr teuer. Wir möchten keine Segelschiff-Aufenthalte, noch andere teure Sondermassnahmen bezahlen, sondern das Geld in der Schulgemeinde hier vor Ort und möglichst konstruktiv ausgeben.
  • Mit dem Ausbau der Schulsozialarbeit wird es endlich möglich, eine systematische Prävention und Früherkennung an den Wiler Schulen aufzubauen.
Der Bundesrat empfiehlt den Kantonen und grösseren Gemeinden ausdrücklich, die Schulsozialarbeit sei so auszubauen, dass diese vermehrt auch Aufgaben zur besseren Integration von sozial benachteiligten Kindern übernehmen kann. Die Schulsozialarbeit soll präventiv tätig werden können, damit Probleme bei sozial benachteiligten Kindern frühzeitig erkannt werden. Sie nimmt in diesem Fall eine Brückenfunktion zwischen der Schule und den Eltern wahr. Durch dieses Engagement kann einer problematischen Schullaufbahn vorgebeugt werden.“ (vgl. Bericht Bundesrat, Gesamtschweizerische Strategie zur Armutsbekämpfung, Bern, 31. März 2010).
Weitere Informationen: www.pro-schulsozialarbeit.ch

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