Samstag, 25. Oktober 2014

Eine Frage des Anstandes?

Weit über 7 Millionen Franken hat das Projekt Biorender die Wiler SteuerzahlerInnen gekostet. Dies aufgrund von bewussten Täuschungen, dem Vorenthalten von wichtigen Informationen und dem Abschluss eines Vertrages hinter dem Rücken von Stadtrat, Parlament und den BürgerInnen. Drei Personen müssen sich zur Zeit vor Gericht verantworten. Vor diesem Hintergrund ist der heutige Kommentar in der Wiler Zeitung gelinde gesagt schlicht eine Zumutung. Zumal der besagte Vertrag erst noch gegen die Bestimmungen des Aktionärsbindungsvertrags verstösst.


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Doppelter Erfolg für die obere Weierwise!

Die Stadt Wil wächst und die wenigen verbliebenen Freiräume im Zentrum gewinnen zunehmend an Bedeutung. Deren Potenzial als Erholungsgebiete und Naturrefugien ist optimal zu nutzen – dies gilt speziell für die Obere Weierwise. Nach jahrelangen Diskussionen formierte sich 2008 die IG Weierwisen und ihre Arbeit hat Früchte getragen: Mit der Erheblicherklärung der Motion «Stadtpark Obere Weierwise» (Grüne Prowil, Sebastian Koller) hat das Parlament den Startschuss für den Planungsprozess erteilt. Ein gelungenes Stadtparkprojekt wird die Lebensqualität in unserer Stadt enorm aufwerten. Bis vor Kurzem war jedoch zu befürchten, dass die Landschaftsqualität im Gebiet Weierwisen optisch stark beeinträchtigt wird. Der Stadtrat genehmigte 2011 den Gestaltungsplan für eine Überbauung an der Konstanzerstrasse. Vier wuchtige, bis zu 35 Meter lange Betonbaukörper sollten in der Ortsbildschutzzone errichtet werden, was eine Welle der Entrüstung auslöste. Eine parlamentarische Erklärung der Grünen Prowil forderte den Stadtrat auf, den Entscheid zu korrigieren. Sie wurde ohne Gegenstimme überwiesen. Kurz darauf wurde ein von Anwohnern erhobener Rekurs vom kantonalen Baudepartement gutgeheissen. Gestützt auf zwei unabhängige Expertisen hat der Stadtrat seinen Entscheid nun revidiert und damit doch noch Weitsicht bewiesen. Zwar ist das Gestaltungsplanverfahren eine rechtliche Angelegenheit. Der gemeinsame politische Druck aus Bevölkerung und Parlament dürfte jedoch durchaus dazu beigetragen haben, diesen Schildbürgerstreich zu vereiteln. Zu danken ist auch den Rekurrenten, die sich nicht nur eigennützig, sondern im Interesse einer rücksichtsvollen und qualitätsorientierten Stadtentwicklung erfolgreich gegen das Bauprojekt gewehrt haben.

Michael Sarbach, GRÜNE prowil

(Polit-Talk für die Wiler Nachrichten, 8.10.2014. Link)

Donnerstag, 2. Oktober 2014