Samstag, 13. Oktober 2012

SP und Grüne wollen einen jungen Stadtrat


Im Rennen um die freien Sitze im Stadtrat halten sich SP und die Grünen im zweiten Wahlgang gegenseitig die Stange.

Aus Sicht der Grünen Prowil und der Jungen Grünen Wil-Fürstenland sei eine grössere personelle Veränderung im Stadtrat, die durch den Ausgang des ersten Wahlgangs nun möglich werde, dringend erforderlich, schreiben die Grünen in einer Medienmitteilung. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden mangle es der Stadt Wil erfreulicherweise nicht an jungen Politikern, die bereit seien, die grosse Verantwortung eines Exekutivamtes zu übernehmen. Im Rennen um die freien Sitze im Stadtrat werden die Grünen neben ihrem eigenen Kandidaten, Michael Sarbach, auch Dario Sulzer (SP) unterstützen.

Zwei links-grüne Stimmen
Somit halten sich Grüne und SP im 2. Wahlgang für die Wahl der Stadträte gegenseitig die Stange. Die Mitgliederversammlung der SP Wil hat nämlich beschlossen, neben dem SP-Kandidaten Dario Sulzer auch den Stadtratskandidaten der Grünen Prowil, Michael Sarbach, am 4. November offiziell zur Wahl zu empfehlen. Im fünfköpfigen Stadtrat habe es Platz für zwei links-grüne Stimmen, ist die SP überzeugt. Dario Sulzer und Michael Sarbach würden in den meisten gewichtigen Debatten ähnliche Positionen vertreten. Zudem sei Michael Sarbach politisch erfahren und setze sich seit vielen Jahren sehr aktiv für ein ausgewogenes kulturelles Leben in Wil ein, schreibt die SP in ihrer Mitteilung. Es sei deshalb nur konsequent, dass die SP auch den Kandidaten der Grünen Prowil unterstütze.

SP beschliesst Stimmfreigabe
Bei der Wahl ums Stadtpräsidium unterstützen die Grünen wie bereits im ersten Wahlgang die wild kandidierende CVP-Kandidatin Susanne Hartmann. Die Grünen seien überzeugt, dass mit Michael Sarbach und Dario Sulzer sowie Susanne Hartmann als Stadtpräsidentin ein neuer Teamgeist im Stadtrat Einzug halten werde, heisst es in der Medienmitteilung.
Die SP hingegen gibt bei der Wahl ums Stadtpräsidium keine Wahlempfehlung ab. Viele Parteimitglieder hätten sich bereits ihre Meinung gebildet, schreibt die SP. Eine Wahlempfehlung der SP sei für beide um das Stadtpräsidium Kandidierenden nicht entscheidend. (red./pd)

Tagblatt Online, 10. Oktober 2012 01:34:15

Keine Kommentare: