Dienstag, 26. Juni 2012

Ein kleiner Erfolg für das Wiler Nachleben

Immerhin ein kleiner Erfolg: Das Kulturzentrum Gare de Lion darf neu zwar nur noch an 50 Anlässen pro Jahr länger als bis 1 Uhr geöffnet haben an Wochenenden (vorher 60 Anlässe bis spätestens 3 Uhr); dafür darf neu an 20 Anlässen davon bis um 5 Uhr gefeiert werden. Besten Dank an Stadtpräsident Bruno Gähwiler und an alle Anstösser, insbesondere an den Quartierverein Säntisstrasse.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Abstimmungen - DANKE!

Ich freue mich, dass die städtische Vorlage "Arbeitsintegration von Sozialhilfe empfangenden Personen" mit über 70% Ja-Stimmen deutlich angenommen wurde! Das Referendum, welches von FDP, SVP und Grünliberalen ergriffen wurde, war offensichtlich unnötig (wenn für den Steuerzahler auch nicht gratis). Vielen Dank dafür!

Donnerstag, 7. Juni 2012

Fairplay am Grill - Petition unterschreiben!

Zum EM-Start lanciert KAGfreiland einen Cartoon und eine Petition für Fair-Play auf dem Grill. An grossen Fussball-Events soll künftig auf tierquälerisches Importfleisch verzichtet und auf Schweizer Qualitätsprodukte gesetzt werden. Schicke dem Schweizer Fussballverband einen Steilpass und unterstütze die Petition!

Weitere Infos:
http://www.kagfreiland.ch

Montag, 4. Juni 2012

Die Stadt vor noch mehr Stau bewahren


Medienmitteilung des Vorstandes der GRÜNEN prowil zur kommunalen Abstimmung vom 17. Juni 2012

Am 17. Juni kann das Wiler Stimmvolk über zwei Referendumsvorlagen abstimmen. Der Vorstand der GRÜNEN prowil hat an seiner letzten Sitzung Entscheide zu den Abstimmungsvorlagen gefällt. Er stellt sich in beiden Vorlagen einstimmig hinter die Entscheide des Parlaments. Er befürwortet das Projekt der Arbeitsintegration von Sozialhilfe empfangenden Personen und lehnt das Strassenbauprojekt Kapazitätsanpassung am LIPO-Knoten vehement ab.

Arbeitsintegration: eine einmalige Chance
Vor vier Jahren bewilligte das Stadtparlament ein Pilotprojekt zur Arbeitsintegration von Sozialhilfe empfangenden Personen. Basierend auf den positiven Erfahrungen wurde ein Konzept entwickelt mit dem Ziel, die Sozialhilfekosten zu senken. Nur weil Meinungsunterschiede über eine mögliche Befristung bestanden, wurde das Ratsreferendum von FDP, SVP und GLP ergriffen. Somit besteht nun die Gefahr, dass bei einer Ablehnung das gesamte Projekt beendet wird. Es kann nicht im öffentlichen Interesse liegen, dass die Sozialhilfekosten weiterhin ansteigen und die Hilfe empfangenden Personen nicht angemessen in die Pflicht genommen werden. Die GRÜNEN prowil empfehlen deshalb, diese Chance für eine fortschrittliche Regelung zu packen und ein deutliches JA einzulegen.

Verkehrsprojekt führt zu vermehrtem Stau im ganzen Stadtzentrum
Die Vorgabe des Bundes zu diesem Verkehrsprojekt mit zwei Mega-Kreiseln besteht darin, Rückstau auf der Autobahn während der Stossverkehrszeiten zu verhindern, indem der Verkehr rascher in die verschiedenen Richtungen abfliessen kann. Die sehr begrenzte Verbesserung der Bus-Situation bis zur Höhe „neuer Kreisel Freudenau“ war bestenfalls ein willkommener Nebeneffekt. Es wird laut Kanton und Stadt bewusst hingenommen, dass das Verkehrsaufkommen in der Stadt Wil dadurch um 8-9 Prozent erhöht wird. Dadurch wird erreicht, dass der Bus zwar schneller zur Toggenburgerstrasse gelangt, aber die Busse im erhöhten Verkehrsaufkommen ab dem Sonnmatt-Kreisel auf der Toggenburgerstrasse und vermehrt auch im Stadtzentrum stecken bleiben.

Richtplanziel wird ignoriert
Der Richtplan der Stadt Wil sieht eine angebotsorientierte Verkehrpolitik vor. Das Projekt der LIPO-Kreisel hält sich aber an eine nachfrageorientierte Verkehrspolitik. Dies widerspricht klar den Vorgaben des Richtplanes. Mit diesem Projekt wird ein Teil des Rückstaus der Autobahnausfahrt auf die Wiler Innenstadt verlegt. Dass Wil für übergeordnete Verkehrssysteme Hand bietet, ist zu begrüssen. Wenn sich umliegende Gemeinden jedoch nur auf die eigenen Interessen konzentrieren und Projekte wie z.B. das neue Aldi-Verteilzentrum fördern und dabei enormen Mehrverkehr für Wil in Kauf nehmen, wird der Ausdruck Solidarität stark überstrapaziert.

Verkehrsentlastung mit Bevorzugung des ÖV angestrebt
Substanzielle Entlastung mit gleichzeitiger Bevorzugung des Busverkehrs würde erreicht, wenn Pförtneranlagen (Dosiersysteme) bei den Einfallsstrassen von Schwarzenbach, dem Toggenburg und von Kirchberg her, sowie elektronische Busspuren auf den betroffenen innerstädtischen Strassen installiert würden.
Die weitsichtige Mehrheit des Parlamentes wollte mit ihrem Entscheid eine Fehlentwicklung verhindern und einer Lösung mit Dosieranlagen und entsprechender Strassenraumgestaltungen mit wirkungsvollen Verkehrsberuhigungsmassnahmen den Vorzug geben. Nur so kann der Bus bevorzugt werden, ohne in der Stadt mehr Stau zu verursachen.

Ein Zeichen setzen
Weil der Kantonsrat über kantonale Strassebauprojekt entscheidet, kann die Stadt Wil nur eine Empfehlung abgeben. Wir können dem Kanton aber ein deutliches Zeichen geben, in welche Richtung die Verkehrsentwicklung in Wil gelenkt werden soll. Nicht zuletzt sollte in Zeiten, wo im Kanton an allen Ecken und Enden 200 Mio. Franken gespart werden sollen, auch im Strassenbau nicht länger mit der grossen Kelle angerührt werden. 10 Mio. Franken für den LIPO-Kreisel wären im doppelten Sinne zu viel. Die GRÜNEN prowil lehnen deshalb dieses Strassenbauprojekt vehement ab.

Guter Kommentar!

Tagesanzeiger, 4. Juni 2012