Donnerstag, 23. Februar 2012

Die Kräfte bündeln

Die Thurvita AG bekommt eine breite Unterstützung. Ein überparteiliches Komitee hat sich aus den befürwortenden Parteien gebildet. Über die Vorlage wird am 11. März abgestimmt.

MONIQUE STÄGER

Die Vorlage ist unbestritten, darüber waren sich die Anwesenden an der Pressekonferenz vom Dienstagabend einig. «Unser Ziel ist es, für die Vorlage der Thurvita AG in der Bevölkerung Verständnis zu wecken», erklärte Marianne Mettler (SP) die Motivation zur Gründung des Pro-Komitees Provita. Es gehe nicht darum, einen möglichst hohen Anteil an Ja-Stimmen zu erreichen, betonte die SP-Politikerin. Anwesend waren – nebst Marianne Mettler (SP) – Roman Rutz (EVP), Michael Sarbach (Grüne Prowil), Ruth Frick-Beer (CSP) und Markus Hilber (FDP). Es sei wichtig, dass sich bei dieser Vorlage nicht nur die Exekutive vernehmen lasse, sondern auch das Volk, so der Grundtenor. Mit der Bildung dieses Pro-Komitees signalisieren die Parteien die breite, überparteiliche Unterstützung, welche die Thurvita-Vorlage geniesst.

Rechtsform überzeugt
Am 11. März wird in Wil über die Gründung der Thurvita AG abgestimmt. Wie Markus Hilber betonte, sei die Gründung dieser AG «die logische Konsequenz zur Gemeindevereinigung Wil-Bronschhofen». Es gehe hier um eine interkommunale Zusammenarbeit. Vier Institutionen, fünf Gemeinden und zwei Kantone würden künftig im gleichen Team spielen. Dabei sei die Organisationsform der Thurvita als Aktiengesellschaft die flexibelste und beste Rechtsform, zeigte sich der FDP-Politiker überzeugt. «Dies führt zur Effizienzsteigerung, denn die Kräftebündelung bestehender Ressourcen ergibt einen höheren Nutzen für die Patienten und dies ohne Mehrkosten», führte Hilber aus.

Einflussnahme ist möglich
Michael Sarbach gab eine kurze Zusammenfassung der Arbeit in der Kommission zur Thurvita-Vorlage. Er betonte, dass das Parlament ungern seine Einflussmöglichkeiten zu Geschäften preisgebe. Bei der Thurvita könne dieser Einfluss jedoch über die Leistungsvereinbarungen weiterhin geltend gemacht werden. In der neuen AG ist die Stadt Wil im Besitz rund 90 Prozent der Aktien.

Freiwilligen Sorge tragen
Ihre Überzeugung äusserte auch Ruth Frick-Beer. Mit einer Anlaufstelle für alle Bereiche der Pflege und Betreuung erhalte man ein aufeinander abgestimmtes Angebot. Diese Synergien hob auch Roman Rutz (EVP) noch einmal hervor und betonte dabei, dass der Freiwilligenarbeit im Betreuungsbereich weiterhin eine grosse Bedeutung zukomme. «Wir müssen dem freiwilligen Engagement Sorge tragen.»


Quelle: Tagblatt Online, 23. Februar 2012 01:07:01, http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/wil/wv-wi/art119831,2876381

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