Donnerstag, 29. März 2012

Stadtparlamentswahlen 2012 - KandidatInnen gesucht!

Im September 2012 stehen die Stadtrats- und Stadtparlamentswahlen an. Unser Ziel ist es, mit drei bis vier Listen anzutreten. Sicher eine Liste Wil-Stadt (prowil), eine Liste Bronschhofen und eine Liste der Jungen Grünen & KulturfreundInnen in Wil. Falls wir genug Leute finden, wäre es bestimmt auch sehr interessant, eine Junge Liste in Bronschhofen auf die Beine zu stellen. Darum suchen wir ab sofort Leute aus den Gemeinden Wil und Bronschhofen, welche sich für eine Kandidatur zur Verfügung stellen würden. Da die Grünen nicht viele StammlistenwählerInnen haben, sind wir auf möglichst viele KandidatInnen angewiesen, welche mit Stimmen aus ihrem Umfeld mithelfen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind! Mitmachen und die Stadt verändern! Melde dich (m.sarbach@bluewin.ch)!

Montag, 26. März 2012

"Clubsterben" - Bald auch in Wil ein Thema?

Momentan kämpfen in der Schweiz diverse Kulturlokale und Clubs um ihr Überleben, einzelne müssen nach langjähriger Existenz sogar endgültig ihre Türen schliessen. Die Folge ist, dass es immer weniger Auftrittsmöglichkeiten für junge Kunst- und Musikschaffende gibt und die einstige kulturelle Vielfalt ernsthaft gefährdet wird. Die Probleme reichen von finanziellen Schwierigkeiten bis - ganz aktuell - Problemen mit Lärmklagen von Anwohnenden. Es gehen immer mehr Orte verloren, wo Kultur aktiv gefördert wird und überhaupt erst einen Platz bekommt. Viele Clubs in der Schweiz haben schon seit Jahren mit diversen Problemen zu kämpfen. In Bern schliessen auf Ende dieses Jahres das Wasserwerk und auch das Sous-Soul ihre Türen und in St.Gallen kämpft das Kugl ums Überleben. Aber auch in anderen Schweizer Städten sind die Probleme in Hörweite: Zu laut, zu dreckig, zu unangepasst erscheint die Nachtkultur, die Mühe hat, ihren Platz in den Stadtzentren zu verteidigen. Ersticken die durch die Behörden stetig neu dazukommenden Verordnungen, Gesetze und Auflagen diese Kultur? Werden die Musikclubs letzlich aufs Land gedrängt? Spätestens jetzt ist die Politik gefragt, denn es müssen dringend klare Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Meistens ist aber "Lärm" das Hauptproblem. Hintergrund düfte eine veränderte Sensibilität vieler Anwohnenden gegenüber Lärm sein. Gleichzeitig scheinen die Behörden die Lärmklagen plötzlich höher zu gewichten als die Existenz der Kulturstätten. Dabei werden die meisten Veranstalter dazu aufgefordert Konzerte unter 93 dB durchzuführen. Dies ist oft jedoch nicht machbar, denn je nach Raum erreicht schon ein unverstärktes Schlagzeug diesen Wert. Viele Clubs mussten auch schon diversen neuen Bauten weichen. Wo früher eine Clubatmosphäre herrschte, stehen heute Luxuswohnungen oder Büroräumlichkeiten.

In Wil macht der Kultur, namentlich dem Kulturzentrum Gare de Lion, aktuell die Verwaltung das Leben schwer. Nachdem über 20 Jahre lang toleriert wurde, dass einzelne Veranstaltungen länger als bis 3 Uhr dauern und einzelne Partys (z.B. Simple vor Karfreitag oder die legendäre Weihnachtsparty) vor Feiertagen stattfanden, wurde die Schraube nun auf Druck des Sicherheitsverantwortlichen der Stadt Wil, angezogen. Neu muss das Gare de Lion Team jeden Event inkl. Schliessungszeiten dem zuständigen Stellenleiter Markt und Gewerbe rapportieren. Dabei gab es weder Lärmklagen, noch anderweitige Zwischenfälle, welche diese plötzliche Vorgehensweise rechtfertigen. Der Verein Kulturzentrum Wil pflegt einen freundschaftlichen und intensiven Austausch mit dem Quartierverein Säntisstrasse. Aktuell wird versucht zu erreichen, dass die Regelung geändert wird. Anstatt wie bisher maximal 60 Anlässe bis spätestens 3 Uhr, sollen neu 30 Anlässe bis 3 Uhr und 20 Anlässe bis 5 Uhr durchgeführt werden dürfen. Der Stadtrat zeigt sich bis offen für die neue Kompromiss-Regelung. Ein entsprechendes Baugesuch wurde vom Verein Kulturzentrum Wil eingereicht. Zusätzlich werden Lösungen gesucht, wie das Gastwirtschaftsreglement so angepasst werden kann, dass Anlässe vor Feiertagen möglich werden.

Sollten die Bemühungen nicht erfolgreich sein, wären die Folgen für den Kulturbetrieb gravierend. Nicht nur, dass die existenzsichernden Einnahmen der mit grossem Abstand umsatzstärksten Anlässe vor den Feiertagen wegzufallen drohen - die Regelung steht auch völlig im Gegensatz zum Ausgehverhalten der Clubbesucher. Faktisch verunmöglicht die Schliesszeit von spätestens 3 Uhr die Partys in den Bereichen HipHop/Rap und elektronischer Musik, denn der grössere Teil der Gäste trifft erst zwischen 1 und 2 Uhr. Diese möchten - sie sind es sich von den anderen Clubs so gewohnt - sicher bis um 5 Uhr bleiben. Zudem ist die Nachfrage nach Ausgangsmöglichkeiten vor Feiertagen mehr als offensichtlich. Eine schwierige Ausgangslage für einen Kulturbetrieb, der mit bis zu einem Zehntel der Fördergelder vergleichbarer Betriebe auskommen muss und indem der grosse Teil der anfallenden Arbeiten ehrenamtlich gemacht werden müssen. Ohne die Einnahmen der Partys fehlt schlicht das Geld, Konzerte und Kleinkunst durchführen zu können.

Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass die Clubkultur schweizweit immer mehr aus den Stadtzentren verdrängt wird? Die Stadtzentren dürfen ihre angestammte Funktion als gesellschaftlicher Treffpunkt und als kultureller Ort des Austausches nicht verlieren. Gefragt ist ein friedliches Nebeneinander von Kultur, Wohnen und Arbeit. PETZI macht Missstände in Gesetz und Vollzug aus. Dem liegt wiederum die mangelnde Anerkennung der Clubkultur zu Grunde. Sie wird oft nur als Problemverursacherin dargestellt. Den positiven Aspekten, seien sie nun sozialer (Plattform für neue Kultur, Kulturgenuss, Austausch, Entwicklung der Persönlichkeit durch Kulturkonsum, ehrenamtliche Einsätze und diverse berufliche Einstiegsmöglichkeiten für junge Leute) oder wirtschaftlicher Natur (Arbeitsplätze, lokale Wertschöpfung, Standortattraktivität) wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das sollte sich ändern, bevor es zu spät ist! Und ja, letztendlich ist dieses Problem ein politisches Problem und es lohnt sich sehr wohl, aktiv von seinem Wahlrecht gebrauch zu machen und Leute mit Verständnis für (Club-)Kultur zu wählen.

Der Dachverband der Schweizer Musikclubs – PETZI – fordert nun eine schweizweite Strategie zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt in den Städten. Weitere Informationen dazu findet man unter actionswissmusic.ch. Man kann nur hoffen, dass viele Clubs bestehen bleiben. Wie der Kulturbahnhof Gare de Lion (Remise) auf dem Bild oben, welcher mittlerweile seit über 20 Jahren für eine kulturelle Vielfalt für die ganze Region Wil und darüber hinaus sorgt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Donnerstag, 22. März 2012

ThurVita AG - Der Startschuss ist geglückt!

Sowohl die BewohnerInnen von Wil, als auch von Bronschhofen haben sich mit einer überwältigenden Mehrheit für die Gründung und Beteiligung an der ThurVita AG ausgesprochen. Während es in Wil 4040 Einwohner (Ja-Stimmenanteil: 83,5 Prozent) waren, waren es in Bronschhofen 1042 (Ja-Anteil: 85,7 Prozent). Seit der Bürgerversammlung am Mittwochabend ist klar, auch Rickenbach ist dabei. Es freut mich sehr, dass dieses Projekt bei der Bevölkerung auf breite Unterstützung stösst - offenbar hat das Team mit und rund um die zuständige Stadträtin Barbara Gysi und auch die vorberatende Kommission, deren Präsidium ich innehaben durfte, gute Arbeit geleistet. Nun wäre es sehr schön, wenn auch noch positive Resultate aus Niederhelfenschwil und Wilen kommen würden!

Mittwoch, 14. März 2012

Kantonsratswahlen 2012 - DANKE!!

Leider hat es nicht für einen Sitz gereicht. Ich habe jedoch von allen 47 KandidatInnen der Grünen & Jungen Grünen am zweitmeisten Stimmen gemacht. Mein zweiter Platz auf der Liste der Grünen Wil Stadt bedeutet, dass ich 1. Ersatz bin. Alles in allem also ein Spitzenresultat. Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung!!

(Falsche Angabe: Walter Gysel bekam 910 Stimmen.)