Dienstag, 26. Juli 2011

Gemeindefusion: Wenn schon, dann richtig

Die Bürgerschaften von Wil und Bronschhofen haben sich dieses Wochenende deutlich für die Vereinigung der beiden Gemeinden ausgesprochen. Mit der Zustimmung zum Vereinigungsbeschluss nimmt die Bevölkerung unserer Ansicht nach beträchtliche Risiken in Kauf, während zumindest aus Wiler Sicht noch keine konkreten Vorteile erkennbar sind. Selbstverständlich respektieren wir den Volksentscheid und sind bereit, ihn im positiven Sinn als Herausforderung anzunehmen. Wir werden das Mögliche tun, damit sich die im Vorfeld geäusserten Befürchtungen nicht bewahrheiten. Sollten sich die Bedenken jedoch als berechtigt erweisen, werden wir uns auch erlauben, die Gewinner des heutigen Abstimmungswochenendes daran zu erinnern.
Im Stadtparlament haben wir uns vergeblich darum bemüht, mittels Rückweisung des Vereinigungsbeschlusses an den Stadtrat eine Korrektur der Schwachpunkte zu erwirken. Hiermit meinen wir insbesondere die massive Ungleichbehandlung der Bevölkerung in den beiden Gemeindeteilen, welche die provisorische Gemeindeordnung mit sich bringt. Da es keinen Weg zurück mehr gibt, werden wir uns nun mit aller Kraft dafür einsetzen, dass es nicht bei einer halben Fusion bleibt und dass diese Ungleichheiten möglichst rasch verschwinden. In der vereinigten Gemeinde sollen alle Bürgerinnen und Bürger gleiche Rechte und Pflichten haben.
Für uns steht fest, dass die Gemeindevereinigung die Stadt Wil in ihrer Entwicklung zu einem fortschrittlichen, urbanen Regionalzentrum nicht behindern darf. Wir hoffen, dass die Bevölkerung sowie die politischen Entscheidungsträger der neuen Gemeinde genügend Investitionsbereitschaft aufbringen, um dieses Ziel trotz fusionsbedingter Mehrbelastungen weiter zu verfolgen. Die Jungen Grünen werden sich auch künftig als kritisch-konstruktive für das Wohl der Stadt Wil einsetzen. Dabei zählen wir auch auf die Unterstützung all jener Bronschhofer/-innen, die sich fortan als Wiler/-innen verstehen.

3. Juli 2011, Junge Grüne Wil
Sebastian Koller, Mitglied des Stadtparlaments
Michael Sarbach, Mitglied des Stadtparlaments