Samstag, 11. September 2010

NEIN zur AVIG-Revision

Wieder einmal müssen wir Jungen für Fehler früherer Generation gerade stehen. Kein Wunder, die Vorlage wurde ja praktisch ausschliesslich von VielverdienerInnen der älteren Generationen ausgearbeitet. Müssten die Grossverdiener gleich viel Prozent einzahlen wie wir Normalverdiener, hätte die ALV keine finanziellen Probleme. Es ist schlicht zynisch, wenn einzelne bürgerliche PolitikerInnen in Leserbriefen öffentlich den Standpunkt vertreten, dass ein besonders guter Aspekt der AVIG-Revision jener sei, dass unter 30-jährige künftig jede Arbeit annehmen müssten. Leute, die so etwas behaupten, müssen wohl kaum fürchten, jemals in eine solche Situation zu geraten. Darum wurde diese Massnahme ja auch nicht für alle vorgeschlagen, sondern nur für uns Junge. Eine Ausbildung machen, sich weiterbilden und etwas aufbauen, nur damit man im Falle einer Entlassung dazu gezwungen wird, minderwertige Arbeit zu verrichten? Nein danke, das haben wir wirklich nicht verdient! Verschwiegen wird übrigens auch, dass junge Leute nach der Revision entsprechend früher in die Sozialhilfe abrutschen werden. So spart zwar die ALV, jedoch steigen die Sozialausgaben der Gemeinden und Kantone. Zu einer solchen Pseudo-Sanierung unserer Arbeitslosenversicherung sage ich entschieden NEIN.

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