Mittwoch, 13. August 2008

Ein zusätzlicher Sitz als Wahlziel

Die Listen und Wahlaussagen der Grünen prowil und der Jungen Grünen

Im Rahmen einer Medienorientierung haben die Grünen prowil und die Jungen Grünen ihre Listen für die Parlamentswahlen vorgestellt. Weiter wurden das Wahlziel und einige Wahlaussagen bekanntgegeben.

Als letzte der im Stadtparlament vertretenen Parteien haben am Montagabend die Grünen prowil und die Jungen Grünen ihre Listen vorgestellt. Viel Neues schaute dabei nicht heraus, waren die Kandidaturen doch schon vergangene Woche in einer amtlichen Publikation der Stadt Wil bekanntgegeben worden. Von besonderem Interesse waren die Wahlziele und -aussagen für die kommende Legislaturperiode, die vom Parteipräsidenten Kurt Stocker formuliert wurden.

"Bergholz" etappieren
Gemäss seinen Worten streben die Grünen prowil und die Jungen Grünen und KulturfreundInnen mit ihren verbundenen Listen einen zusätzlichen Sitz im Stadtparlament an, womit sie dann gleiche Stärke erreichen würden wie heute die SP und die FDP. Um auf dieses Ziel hinzuarbeiten, haben die Grünen verschiedene Wahlaussagen zu aktuellen politischen Fragen gemacht. Dazu gehört die sich in Vorbereitung befindende Projektvorlage für die Sanierung und den Ausbau des Sportplatzes Bergholz. Es wird anerkannt, dass die Anlagen in einem schlechten Zustand sind, die Erneuerung werde die Stadt in Zukunft aber finanziell stark belasten. Die Grünen prowil stehen grundsätzlich hinter einer Erneuerung, und auch ein Hallenbad sei für Wil von Vorteil. Damit das Vorhaben aber nicht an den hohen Kosten scheitere, befürwortet die Partei ein schrittweises Vorgehen, wobei die Sanierung der bestehenden Anlagen umgehend erfolgen müsse. Im Weiteren bedauern die Grünen prowil, dass die Altstadt zunehmend an Attraktivität verliert. Die Plätze, führte Präsident Stocker dazu aus, vermittelten seit Jahren einen trostlosen Eindruck.

Die Neugestaltung des Hofplatzes und des Kirchplatzes müsse endlich angepackt werden. Weitere Themen aus dem Wahlaussagenkatalog sind die Sichermachung des Veloverkehrs (u. a. mit der mitinitiierten Veloinitiative) und die Unterstützung des schon erarbeiteten Tempo-30-Konzepts. Der Bahnhofbereich und die Allee wird, dies ist eine weitere Wahlaussage der Grünen prowil, nachts als unsicher wahrgenommen. Die Umgestaltung und Belebung der Allee sei voranzutreiben. Ausserdem wird eine höhere Präsenz des Sicherheitspersonals befürwortet.

Kandidaturen fürs Parlament
Die Grünen prowil haben für die Stadtparlamentswahl eine Liste mit 18 Namen eingereicht. Es kandidieren: Guido Wick, Unternehmensberater, Esther Spinas, Schulinspektorin/Sekundarlehrerin, Luc Kauf, Betriebsökonom HWV, Eva Noger, Primarlehrerin/Schulleiterin (alle bisher), sowie Urs Berger-Pecora, Typographischer Gestalter, Monika Grob, Logopädin, Peter Fähndrich, Sozialpädagoge, Susanne Jung, Biomedizinische Analytikerin, Ulrich Gysel, Fachhochschuldozent, Doris Rüegg Malgaroli, Pflegefachfrau DN2, Bruno Resegatti, Informatiker, Kathrin Schmid, Schulische Heilpädagogin, Werner Scherrer, Innenausstatter/Koch, Ursi Schmucki, Medizinische Praxisassistentin, Andreas Weber, Informatiker, Christa Somm, Lehrerin, Bernadette Strebel, Heilpädagogin, und Dominique Schweizer, Dr. med. (alle neu). Die Liste der Jungen Grünen wird von den beiden Bisherigen, Michael Sarbach, Student, und Laura Berger, Sozialpädagogin, angeführt. Weiter kandidieren neu: Sandra Rüegg, Studentin, Sebastian Koller, Student, Robin Bannwart, Kaufmann, Matthias Löpfe, Student, Claudio Büchel, dipl. Ing. Raumplaner FH, Ambra Berger, Studentin, Manuel Dahinden, dipl. Umwelt-Natw. ETH, Vanessa Heer, Buchhändlerin, Andrea Kern, Medienwissenschafterin, Christian Gübeli, Biologielaborant, Meret Noger, Schülerin, Gabriel Dahinden, Elektroniker/Projektleiter, Rahel Schmid, Studentin, Benjamin Heutschi, Marktfahrer, Linda Semm, Studentin, Jana Barbey, Studentin, Arjen Visser, Student, und Tobias Winiger, Student. Alle Kandidierenden auf beiden Listen sind kumuliert aufgeführt.

Beim Kampf um den freiwerdenden Stadtratssitz unterstützen die Grünen ihr Mitglied Guido Wick, das, wie schon ausführlich beschrieben, von einem überparteilichen Komitee portiert wird. Für den Schulrat kandidieren Daniel Schönenberger (bisher) und Christa Somm (neu). Sie ist Lehrerin für Hauswirtschaft, Textilarbeit und Werken sowie Seminarlehrerin und Erwachsenenbildnerin.

Wiler Zeitung, 13.8.'08, Richard Ammann

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