Samstag, 30. August 2008

«Kinder sind unsere Zukunft»

Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» erheblich erklärt

Die am vergangenen Donnerstag erheblich erklärte Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» beauftragt den Stadtrat, nun gründliche Nachforschungen zu betreiben.

Michael Sarbach (Grüne prowil) beantragte am Donnerstag im Stadtparlament, die Motion «Kinderfreundliche Gemeinde» erheblich zu erklären, und erreichte sein Ziel mit der grossen Mehrheit der Parlamentarier. «Kinder sind unsere Zukunft, und das trifft auch auf die Stadt Wil zu», beginnt Sarbach mit seinem Antrag. Er forderte den Stadtrat auf, die notwendigen Schritte einzuleiten, um die Stadt Wil als «Kinderfreundliche Gemeinde» durch die Unicef auszeichnen zu lassen. «Ebenfalls ist dieses Label gut, um Standortmarketing zu betreiben», ergänzte Michael Sarbach. Dieser Meinung war auch die SP-Fraktion. «Die Kinder sind das schwächste Glied in unserer Gesellschaft, darum finden wir die Initiative erstrebenswert», sprach Doris Scheiblin im Namen der SP.
Ungeklärte Fragen

Bei der SVP traten jedoch noch einige ungeklärte Fragen auf, welche zuerst geklärt werden müssten: «Wir teilen die Meinung, dass Wil bereits eine kinderfreundliche Gemeinde ist, doch es gibt verschiedene Punkte, die man genauer betrachten sollte», sagt Klaus Rüdiger (SVP). Beispielsweise müsse man den Artikel «Meinungs- und Informationsfreiheit» nochmals genauer ansehen. Deswegen empfahl die SVP, die Motion nicht erheblich zu erklären. Mit diesen Worten konnte Klaus Rüdiger den Grünen Guido Wick nicht überzeugen. «Ich wünsche mir, dass wir die kinderfreundlichste Gemeinde der Ostschweiz werden. Dieses Label ist ein Ansporn für unsere Stadt, noch mehr für unsere Zukunft zu tun», so Guido Wick.
15 000 Franken für das Label

Auch für Norbert Hodel (FDP) klang das Label sehr sympathisch, jedoch wollte er noch einige Angaben zum Finanziellen wissen. «Das Label kostet 15 000 Franken. Jedoch stimmen wir momentan nicht über die Kosten ab. Nur schon die Überprüfung des zuständigen Departements kann uns helfen, eine noch kinderfreundlichere Stadt zu werden, oder ob in Wil überhaupt Handlungsbedarf nötig ist», war sich Michael Sarbach sicher. Zum Schluss ging das Wort noch an den Vizepräsidenten des Stadtparlaments, Dario Sulzer (SP), betreffend der Meinungsfreiheit, welche Klaus Rüdiger in Frage stellte: «Warum sollen Kinder nicht mitreden können, wenn es sich zum Beispiel um die Gestaltung eines Spielplatzes handelt?» Und so wurde die Motion von der Mehrheit des Parlaments als erheblich erklärt. (sig.)

Wiler Zeitung, 30.8.'08

Keine Kommentare: