Freitag, 13. Juni 2008

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Mittwoch, 4. Juni 2008

Wil: Junge Grüne zum Stadtentwicklungskonzept 2008


Die Jungen Grünen Wil begrüssen die Arbeit am Stadtentwicklungskonzept grundsätzlich. Besonders positiv am Prozess ist, dass die Bevölkerung über die Foren Gelegenheit hat, sich aktiv einzubringen. Viele wichtige Punkte für eine gesunde und nachhaltige Entwicklung unserer Stadt wurden herausgearbeitet. Trotzdem sind aus unserer Sicht die meisten Fragen noch zu wenig konkretisiert und einige Punkte sogar zu bemängeln.

Im Sinn eines ganzheitlichen Stadtentwicklungskonzeptes, ist es in den Augen der Jungen Grünen notwendig, den ganzen Bereich KULTUR höher zu werten. So ist im Bericht beispielsweise die Remise / Gare de Lion komplett vergessen gegangen, obwohl es sich hierbei um die Kultureinrichtung mit den meisten BesucherInnen und dem grössten und breitesten Veranstaltungs- und Kulturangebot handelt. Unserer Meinung nach ist da dringend eine Korrektur nötig. Zudem sollten zusätzliche Gebäude und vor allem ganze Flächen/Wiesen ganz klar als „Kulturflächen“ gekennzeichnet werden. An diesen Orten sollen Veranstaltungen wie z.B. das Openairkino durchgeführt werden können, ohne jedes Mal ein Bewilligungsverfahren durchführen zu müssen.
Die Jungen Grünen begrüssen daher das Vorhaben eines umfassenden Kulturkonzeptes. Wir vermissen konkrete Ziele und Massnahmen zur Förderung der lokalen Kulturschaffenden und eines breiten Kulturangebotes aller Sparten für alle Bevölkerungsteile. Die Stadt Wil muss hier eine aktive Rolle spielen und die Rahmenbedingungen so attraktiv wie möglich halten. Es sollen auch genug Räume für Theatergruppen, Musikschaffende oder KünstlerInnen bereitgestellt werden und einzelne Projekte unbürokratischer und schneller finanziell unterstützt werden können. Mehr Kultur heisst auch mehr Lebensqualität!

Sehr erfreulich aus unserer Sicht sind die verschiedenen Massnahmen und Erläuterungen in den Bereichen Umwelt und Energie, Natur und Naherholung, Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung und Öffentlicher Raum. Nicht zufrieden stellend ist der Bereich Verkehr. Zwar gibt es auch hier sehr positive Anhaltspunkte wie Verkehrsberuhigungsmassnahmen, Ausbau von Velowegen oder die Erhöhung der Sicherheit von Fussgängern. Fast schon ein Affront gegenüber der Bevölkerung ist hingegen die Tatsache, dass die Grünaustrasse durch eine Hintertür wieder in die Diskussion gebracht wird, obwohl vom Volk abgelehnt. Zudem macht es keinen Sinn, die RVS mitten durch das zukünftige Zentrum der Stadt / Regiozentrum Wil hindurchführen. Die Jungen Grünen vermissen im Bereich Verkehr zukunftsgerichtete, innovative und vor allem neue Ideen. Grossprojekte aus den 80er Jahren wieder aufzuwärmen, wird einem Stadtentwicklungskonzept nicht gerecht.

Soll das gesamte Stadtentwicklungskonzept nicht nur den Charakter eines Individualverkehrskonzeptes haben, sind die anderen Bereiche stärker zu berücksichtigen. Insbesondere, was die Priorität und die Auswahl der Schlüsselprojekte angeht.

Aus Sicht der Jungen Grünen ist in den nächsten Jahren mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mal die Hälfte der erwähnten Schlüsselprojekte realisierbar. Anstatt sich auf veraltete Verkehrsideen und strassenbauliche Grossprojekte zu stützen - welche finanziell und politisch kaum realisierbar sind und überdies keine nennenswerten Verbesserungen der Verkehrssituation bringen werden - sollen die vorhandenen Ressourcen primär für Sofortmassnahmen und kleinere Projekte der anderen Bereiche eingesetzt werden. Hier wäre eine Kosten-Nutzen-Analyse der einzelnen Projekte hilfreich. Vor allem in den Bereichen Kultur, Natur und Naherholung, Energie und Umwelt, Öffentlicher Raum / Aufwertung der Wohnquartiere, sowie Velo- und Fussgängerfreundlichkeit kann mit verhältnismässig wenig finanziellen Mitteln ein Maximum an Lebensqualität in unserer Stadt erreicht werden!!

Für Rückfragen:
Junge Grüne Wil
Michael Sarbach, Lindenstrasse 7, 9500 Wil
m.sarbach@bluewin.ch