Samstag, 22. März 2008

Motion: Kinderfreundliche Gemeinde

22. März 2008
Motion Kinderfreundliche Gemeinde


Auftrag
Der Stadtrat wird beauftragt, dem Parlament Bericht und Antrag für die Standortbestimmung der UNICEF Initiative „Kinderfreundliche Gemeinde“ und für das Label der UNICEF „Kinderfreundliche Gemeinde“ zu unterbreiten.


Ausgangslage
Im April 2004 gründete UNICEF Schweiz die Arbeitsgruppe „Kinderfreundliche Gemeinde“. Unter Hinzuziehung von Experten entwickelte diese einen Fragebogen, der es interessierten Gemeinden erlaubt, eine Standortbestimmung zur Kinderfreundlichkeit durchzuführen.

Die Ergebnisse werden von UNICEF Schweiz ausgewertet und auf Wunsch der Gemeinde in einem persönlichen Gespräch vorgestellt. Es steht den Gemeinden danach frei zu entscheiden, ob sie sich für die Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde» bewerben möchte.

Begründung
Die UNICEF Initiative „Kinderfreundliche Gemeinde“ hat zum Ziel, die Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Zwar sind Kinderrechte durch nationale und kantonale Gesetze geregelt, die Umsetzung dieser Ziele obliegt aber in den meisten Fällen den einzelnen Gemeinden – denn die grössten Auswirkungen der Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern sind in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu finden. Die Initiative fördert somit gezielt Prozesse zur Steigerung der Kinderfreundlichkeit und ermöglicht es Schweizer Gemeinden erstmals, eine umfassende Standortbestimmung zu diesem Thema durchzuführen. In diesem Prozess werden unter anderem folgende Themenbereiche näher betrachtet: Bildung, familien- und schulergänzende Betreuung, Gesundheit, Freizeit, Wohnen / Wohnumfeld, Verwaltung, Verkehr sowie Kinder- und Jugendschutz. Fällt diese Standortbestimmung positiv aus, können sich die Gemeinden um das Label „Kinderfreundliche Gemeinde“ bewerben. Diese Auszeichnung kommt in erster Linie den Kindern und Jugendlichen zugute und verschafft der Stadt Wil zudem eine grössere Lebensqualität. Das positive Image einer „Kinderfreundlichen Gemeinde“ trägt also auch zur Förderung des gesamten Wohn- und Wirtschaftsstandortes Wil bei.

Fraktion GRÜNE prowil
Michael Sarbach