Mittwoch, 28. November 2007

In die Tassen der Verwaltung blicken

Die Grünen Prowil wollen wissen, wie viel Kaffee im Rathaus aus fairem Handel stammt

Stadtparlamentarier Michael Sarbach (Grüne Prowil) erkundigt sich mit einer Anfrage beim Stadtrat danach, wie die Verwaltung dem Einsatz von Fair-Trade-Produkten gegenübersteht.

David Marquis

«Damit das Armutsgefälle zwischen Nord und Süd reduziert wird, braucht es eine gerechtere Globalisierung, welche für alle Teilnehmer Verbesserungen bringt», schreibt Sarbach in seinem Vorstoss namens der Fraktion der Grünen Prowil. Aufgrund des durch die Globalisierung entstandenen Kostendrucks, sei eine umwelt- und sozialverträgliche Produktion in Entwicklungsländern oft nicht mehr möglich.

Nachhaltige Entwicklung

«Der faire Handel wirkt dem entgegen, indem Transparenz geschaffen wird, welche es dem Kunden ermöglicht, umwelt- und sozialverträgliche Produktionsprozesse zu bevorzugen», ist in der Anfrage, welche von 14 weiteren Mitgliedern des Stadtparlaments mitunterzeichnet wurde, zu lesen. Diese Bevorzugung begünstige in den Herkunftsländern eine nachhaltige Entwicklung und ermögliche eine gerechtere Globalisierung. «Deshalb sollte auch die Stadt Wil den fairen Handel unterstützen. Zudem soll die Stadt Wil wo möglich Produkte aus Stadt und Region Wil verwenden», schreibt Michael Sarbach weiter.

Menge und Massnahmen

Der grüne Parlamentarier formuliert in seinem Vorstoss drei konkrete Fragen an den Wiler Stadtrat. «Wie viele Produkte (Art und Menge) werden in der städtischen Verwaltung und den städtischen Betrieben bereits vom fairen Handel oder von regionalen Produzenten bezogen?», ist die erste dieser Fragen. Dann möchte Michael Sarbach wissen, wie viele Kilogramm Kaffee pro Jahr bei der städtischen Verwaltung noch nicht vom fairen Handel bezogen werden. Die dritte Frage lautet schliesslich: «Wurden bereits Massnahmen für die Erhöhung des Anteils der Fair-Trade-Produkte durchgeführt?» Wenn dies der Fall wäre, so möchte der Parlamentarier Auskunft darüber, welche Massnahmen dies sind. Michael Sarbach hält in seiner Anfrage explizit fest, dass er sich bei den quantitativen Fragen aus seinem Vorstoss mit Schätzungen seitens des Stadtrates zufrieden gibt.

(c) Wiler Zeitung / Tagblatt 28.11.2007

Was planen die SBB mit Wil 2012?

Intercity-Züge sollen weiterhin in Wil halten

Die IG «Pro Stadtbus Wil» lud am Freitag zu einer Diskussion im Hof zu Wil ein. Behandelt wurde dabei das für reichlich Gesprächsstoff sorgende Thema um die Schnellzughalte in Wil ab 2012. Ziel der IG ist es, Intercity-Züge weiterhin in Wil halten zu lassen.

Christoph Heer

Vor dem Referat «Was planen die SBB mit Wil 2012?» von Andreas Bieniok, Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen und der öffentlich geführten Diskussionsrunde, hielt die IG Pro Stadtbus Wil ihre siebte Mitgliederversammlung ab. Yvonne Gilli, Präsidentin der IG Pro Stadtbus Wil und neu gewählte Nationalrätin (Grüne Partei), äusserte sich dabei über den öffentlichen Verkehr, wie er sich bewegt, vernetzt und auch die Unterstützung aller Benutzer und Stimmbürger braucht.

«Für Bewegung in Bezug auf den öffentlichen Verkehr sorgen im Moment vor allem die Pläne der SBB. Für uns Wiler geht es dabei um die Frage, ob wir in einigen Jahren überhaupt noch direkt mit dem Rest der Schweiz verbunden sind, oder ob die Züge in Zürich enden», äusserte sie sich.

Wiler Stadtrat muss sich wehren

Weiter appellierte sie, dass es nicht nur darum gehe, ein flächendeckendes, öffentliches Netz mit schlanken Anschlüssen zu haben, sondern vermehrt auch regional zu denken.

Aus diversen Anbietern wurde in den letzten Jahren die Wilmobil gegründet, ein Unternehmen, in welches auch der Stadtbus integriert worden ist. Die schnellen Intercity-Züge sollen auch nach 2012 in Wil halten, dies fordern die Grünen der Stadt Wil. Wenn die national vorgenommenen Verkehrsanpassungen in Kraft treten würden, müsste Wil mit einer massiven Angebotsverschlechterung rechnen. Andreas Bieniok referierte, erklärte und beantwortete Fragen, die von den Gästen gestellt wurden.

«Das bestehende Schnellzugangebot wird auch nach der Einführung des neuen S-Bahn-Konzeptes 2013 gleich bleiben», erklärte Bieniok. Wobei in diesem Fall das S-Bahn-Netz zwischen Wil und St. Gallen verdichtet würde. Positiver Aspekt sei auch die Tatsache, dass ein schneller Neigezug die Strecke Zürich–St. Gallen, ohne Halt in Wil, in 58 Minuten zurücklegen könnte (momentan 63 Minuten).

Michael Sarbach aus Wil genoss es, für einmal konkrete Fragen stellen zu können und war froh, diesen Anlass besucht zu haben. «Wil ist doch ein Verkehrsknotenpunkt. Wenn dann der Schnellzug nicht mehr hält, kommt das einer Abwertung unserer Stadt gleich», mutmasste er. «Ich kann mir auch gut vorstellen, dass, wenn diese Änderung in Kraft treten würde, dies für einige Grund genug wäre, von Wil wegzuziehen, oder sich dementsprechend gar nicht in der Äbtestadt niederzulassen», wagte er die Vermutung. Weiter betonte der zwischen Wil und Zürich pendelnde Wiler, dass auch der Komfort unter der Einführung des neuen Schnellzugangebotes sicherlich leiden würde.

Für Gesprächsstoff ist gesorgt

Dass die Intercity-Züge in Wil (und Gossau) nicht mehr halten sollen, wird auf jeden Fall noch für einige hitzige Debatten sorgen. Laut Bieniok steht dabei das Miteinander im Vordergrund: «Es darf nicht sein, dass sich innerhalb des Kantons St. Gallen die verschiedenen Gemeinden und Regionen bekriegen. Nur zusammen findet man eine geeignete Lösung, die für alle annehmbar und von Vorteil ist.»

(c) Wiler Zeitung / Tagblatt 26.11.2007

Sonntag, 4. November 2007

Rückblick Nationalratswahlen 2007

Unsere Liste "Junge Grüne" hat einen fantastischen Stimmenanteil von 1.29 Stimmenprozent erreicht (Jungfreisinnige mit zwei Listen total 0.79%, JUSO 0.78%, JEVP 0.48%) und somit sind wir nach der Jung-CVP (1.92%) die zweitstärkste Jungpartei im Kanton St.Gallen! Rechnet man unsere MandatsträgerInnen mitein, sind wir nach wie vor die wichtigste politische Jung-Bewegung im Kanton!
Ich selber habe den 2. Platz nach Franziska Wenk gemacht mit 2218 Stimmen! Ein ganz herzliches Dankeschön also an alle, welche die Liste 11 oder mich gewählt haben! Genaue Infos zu allen Kandidierenden sind HIER zu finden.