Montag, 30. Juli 2007

Extremisten schlagen zu - auch hier!

Nun haben wir sie also auch hier, die religiösen Fundamentalisten und Extremisten...und zwar in Massen. Wer das nicht glaubt, soll mal einen Blick in den Blog der SVP werfen unter www.tagblattvote.ch. Eines ist diesen selbsternannten Islam-Spezialisten aber nicht aufgefallen: Diese Fundamentalisten sind vor allem bei der SVP selber zu finden. In absolut unchristlicher Manier wird Hass und Angst geschürt, was das Zeug hält. Dies aus purem Populismus mit dem Ziel eines guten Wahlresultates, wohl noch vermischt mit einer guten Portion Schizophrenie. Dabei werden die Infos in der Regel aus einseitigen, unseriösen und klar islamfeindlichen Quellen geschöpft.



Selbstverständlich, religiöser Fanatismus kann auch für die Schweiz gefährlich werden und die verdächtigen Gruppierungen müssen im Auge behalten werden. Dies wird aber gemacht und solange kein ernster Grund zur Sorge besteht (siehe Bericht EJPD), ist es schlicht und einfach fahrlässig und sehr kontraproduktiv, den Hass gegen Muslime zu schüren und die Bevölkerung zu verunsichern. Dieses Klima fördert Extremismus höchstens und schadet der Schweiz (siehe internationale Reaktionen auf Minarett-Initiative). Zudem ist dieses Thema ist viel zu ernst, als dass man es als Wahlpropaganda missbrauchen sollte.



Ich habe einige Bekannte mit muslimischem Glauben. Diese haben sich sehr gut in der Schweiz integriert, studieren teilweise mit mir und können ihren Glauben problemlos mit unseren Grundwerten verbinden. Es täte der SVP nicht schlecht, wenigstens bei einem Thema mal nicht ideologisch verblendet und dogmatisch zu argumentieren, sondern mal wegzukommen vom Schwarz/Weiss-Denken und sich sorgfältig Gedanken über ein Thema zu machen. Die SVP stösst damit nicht nur der überwältigenden Mehrheit der gemässigten und integrationswilligen Muslime hier vor den Kopf. Sie schadet mit diesem agressiven Politikstil vor allem auch unserem Land, indem sie die Schweiz zur Zielscheibe von religiösen Extremisten aus der ganzen Welt macht. Aber vielleicht ist es ja genau das, was die SVP will.

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